SCR verabschiedet sich in die Sommerpause

-Höchstadt gewinnt mit 6:5 nach Verlängerung-


Crunchtime – Playoffhockey, es ging rund im Eisstadion zu Höchstadt und die Werdenfelser erwischten einen Auftakt nach Maß. Eine Minute und 11 Sekunden waren gespielt, dann stand Christoph Eckl mutterseelenallein im Anspielkreis in der Höchstadter Defensivzone und brachte die Weiss-Blauen mit einem gezielten Schuss erstmalig in Führung. Das war gleichzeitig auch der erste Schuss auf das Gehäuse der Gastgeber. Die Alligators sortierten sich und kamen nach 2:54 zu ihrem ersten Torabschluss - auch hier die Scheibe im Netz hinter Christian Schneider, der heute den Vorzug vor Mike Boehm erhielt. Das Spiel ging rauf und runter, reinstes Playoffhockey, Checks wurden zu Ende gefahren und Chancen erarbeitet. Wie zum Beispiel in der 9.Minute als Tobi Kircher und Eetu-Ville Arkiomaa für Alarm vor dem Höchstadter Tor sorgten. Auf der Gegenseite hatte Christian Schneider in der 13.Minute Gelegenheit sich auszuzeichnen, er entschärfte mit einem „Monstersave“ einen Schuss von Höchstadts Topskorer Anton Seewald. Kurz danach kamen die Garmisch-Partenkirchner zu ihrem ersten Überzahlspiel und Eetu-Ville Arkiomaa war mit seinem Abstauber direkt aus dem Slot zum 2:1 für die Werdenfelser erfolgreich.

Im Mittelabschnitt ging es munter weiter, die Oberbayern weiter mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Tobi Kircher und Eetu-Ville Arkiomaa schraubten das Ergebnis bis zur 29.Minute auf 1:4. Die Gastgeber hatten bis dahin nicht viel entgegenzusetzen. Bis zur 36.Minute. Quasi aus dem Nichts verkürzte der Alligator Kostourek auf 2:4 und fünf Minuten später trat erneut Kostourek zum 3:4. Allerdings roch es beim dritten Alligatorentreffer nach Schlittschuhtor. Die Weiß-Blauen ließen sich davon nicht beirren und hatten in Person von Tobi Kircher 28 Sekunden später die richtige Antwort parat, mit einer knappen 3:5 Führung ging es in die zweite Pause.

Der Schlussabschnitt gehörte dann den Hausherren, profitierten allerdings auch von einer fünfminütigen Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Routinier Uli Maurer. Zunächst nutzte Fardoe das Durcheinander im Torraum der Weiß-Blauen – Robin Soudek lag auf Christian Schneider- und der Verteidiger hatte keine Mühe den Puck zum Anschluss über die Linie zu bringen. Dann brachen harte Zeiten für die Werdenfelser an. Uli Maurer musste nach einem Check vorzeitig zum Duschen gehen und zeitweise mussten die Weiß-Blauen mit zwei Mann weniger bestreiten. Höchstadt legte sich die Garmischer zurecht und es dauerte nicht lang und der 5:5 Ausgleich war erzielt. Konzentriert arbeitete die Mannschaft von Trainer Chyzowski bis zum Ende und es blieb beim Unentschieden in Spiel 3 der Serie. In der Verlängerung hatten die Mittelfranken wie bereits in Spiel 1 das glücklichere Ende für sich, Anton Seewald verwertete einen Rebound von der Bande zum 6:5. Damit verabschiedet sich der SC Riessersee früh in die Sommerpause. Die Werdenfelser bedanken sich bei seinen treuen Freunden und Anhängern für die Unterstützung in dieser doch „verrückten“ Saison und hoffen auf eine "normale" neue Runde mit ihren Fans im Rücken.

 

Tore: 0:1 C.Eckl (1:11), 1:1 Guft-Sokolov (2:54), 1:2 Arkiomaa (14:19/PP1), 1:3 Kircher (26:22), 1:4 Arkiomaa (28:53/PP1), 2:4 Kostourek (30:55), 3:4 Kostourek (35:45), 3:5 Kircher (36:13), 4:5 Fardoe (48:20), 5:5 Litesov (52:06/PP2), 6:5 Seewald (63:16/GWG)