Feuerwerk gegen Crimmitschau - 4:3 Heimsieg

SCR dreht verloren geglaubtes Spiel dank Richie Mueller

Der SC Riessersee konnte im ersten Drittel den Schwung der letzten Spiele nicht mitnehmen. Die Gäste attackierten die Garmischer früh und aggressiv, so dass der "Werdenfels-Express" nicht ins Rollen kam. In der dritten Minute erzielten die Sachsen durch Dominic Walsh zudem noch die frühe Führung für die Eispiraten. Der SCR versuchte in der Folge immer wieder den Ausgleich zu erzielen, hatte auch gute Chancen durch Johansson, Wilhelm oder Müller - aber die Scheibe wollte nicht ins Tor. Auf der anderen Seite hielt Matthias Nemec, der heute im Tor stand, seine Kollegen weiter im Spiel, so dass es mit dem knappen 0:1 Rückstand in die erste Pause ging.

Im Mittelabschnitt kamen die Riesserseer besser ins Spiel, mussten allerdings neben den ohnehin verletzten Andi Driendl nun auch noch auf Jared Gomes verzichten, der sich im ersten Drittel verletzte und in der Kabine bleiben musste. Maximilian Daubner hatte in der 27. Minute per Alleingang die große Chance auszugleichen, scheiterte aber am gut aufgelegten Brett Kilar im Tor der Gäste. Wenig später nutzten die Schiedsrichter den Videobeweis - ein Schuss von Lubor Dibelka klatschte an die Querlatte - leider wieder kein Tor. Kurz danach eine unschöne Szene, Andi Eder musste nach einem harten Bandencheck von Will Weber blutend das Eis verlassen, der Eispirat durfte vorzeitig zum duschen gehen. Die Hausherren waren nun 5 Minuten in Überzahl. Chance um Chance erarbeitete man sich, erneut ohne Torerfolg, auch weil man sich zwischenzeitlich mit einer eigenen Strafzeit selber schwächte. Was die letzten Spiele reibungslos funktionierte wollte bis zu diesem Zeitpunkt nicht klappen. So ging es mit dem 0:1 auch in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel wurde es zum Krimi a la Edgar Wallace. Kurz nach Beginn stellten die Gäste auf 0:2, Robbie Czarnik zog von der blauen Linie ab und der Puck hüpfte unglücklich durch die Schoner von Matthias Nemec. Danach versuchte der SCR den Anschluss zu erzielen, doch immer wieder ging der Puck vorbei oder Brett Kilar stand im Weg. In der 48. Minute dann endlich das 1:2 durch Richie Mueller in Überzahl, die Erlösung. Danach rollte Angriff um Angriff auf das Gästetor, der Ausgleich lag in der Luft. Doch sieben Minuten vor dem Ende stellte Scott Allen mit seinem 3:1 für die Gäste aus Crimmitschau die Weichen auf Auswärtssieg. So gut, so falsch, denn dann wurde es richtig wild. Innerhalb von zwei Minuten glichen die Garmischer dieses Spiel aus, kamen durch Tore von Richie Mueller und Matthias Beck zum hoch verdienten Ausgleich. Und 26 Sekunden vor Schluss das Meisterstück von Richie Mueller, als er die Scheibe zum 4:3 Siegtreffer ins Gehäuse zimmerte und die 3.217 Zuschauer damit völlig aus dem Häuschen brachte.

Toni Söderholm: "Zuerst einmal Danke an die Fans für die hervorragende Stimmung. Das war wieder Werbung für das Eishockey in Garmisch-Partenkirchen. Wir haben gestern einen Ruhetag eingelegt, das hat man gemerkt, die Power war da. Ein bisschen hat uns heute die Ruhe gefehlt, vor allem im ersten Drittel. Endlich haben wir dann im Powerplay das Tor gemacht. Die Jungs waren stark drauf, die Bank war ruhig. Man muss heute stolz sein, die Jungs haben großartig gekämpft und haben sich jetzt zwei freie Tage verdient."

Tore: 0:1 Dominic Walsh (2:51/EQ), 0:2 Robbie Czarnik (41:03/EQ), 1:2 Richard Mueller (47:04/PP1), 1:3 Scott Allen (52:19/EQ), 2:3 Richard Mueller (54:19/EQ), 3:3 Mattias Beck (55:53/EQ), 4:3 Richard Mueller (59:34/EQ)