Becks Comeback fast perfekt

-SCR holt in der Schlussphase zwei Tore gegen die Steelers auf-

Beinahe wäre das Comeback von Mattias Beck vor 2053 Zuschauern ein perfektes geworden. Zwei Minuten dreißig vor Ende der Partie schaltete der sieben Monate verletzte Schwede am schnellsten und brachte die Scheibe hinter seinem ehemaligen Teamkollegen Ilya Sharipov zum hochverdienten und viel umjubelten 3:3 Ausgleich unter. Vor dem Spiel wurde es sehr emotional, als zwei krebskranke Kinder zum „Ceremonial Puck-Drop“ zwischen den beiden Teamkapitänen aufs Eis durften. Mit Spielbeginn erwiesen sich die Bietigheim Steelers als die clevere Mannschaft und gingen verdient durch zwei Tore in Überzahl mit 2:0 in Führung. Im Mittelabschnitt kamen die Werdenfelser, die heute komplett ohne Förderlizenzspieler vom EHC Red Bull München auskommen mussten, besser aus der Kabine und zeigten ihre kämpferischen Qualitäten. Louke Oakley verkürzte auf 1:2, ebenfalls in numerischer Überlegenheit auf dem Eis, doch Bietigheim schlug nur fünf Minuten später durch Max Prommersbergers Treffer zur erneuten zwei Tore Führung zurück.
Der Schlussabschnitt gehörte eindeutig den Garmisch-Partenkirchnern. Erst brachte erneut Louke Oakley die Weiß-Blauen auf 2:3 (56.) heran und nur knapp zwei Minuten später krönte Mattias Beck seine Rückkehr mit dem wichtigen Tor zum 3:3 Ausgleich.
Den Punktgewinn haben sich die Gastgeber redlich verdient, leider reichte es nicht zum Zusatzpunkt. Justin Kelly nutzte einen Abpraller zum Sieg nach Verlängerung für die Steelers.

Tore: 0:1 Dominic Auger (8:56/PP1), 0:2 Shawn Weller (18:45/PP1), 1:2 Louke Oakley (32:21/PP1), 1:3 Max Prommersberger (37:36/EQ), 2:3 Louke Oakley (55:17/EQ), 3:3 Mattias Beck (57:30/PP1), 3:4 Justin Kelly (61:18/EQ)

 

Florian Vollmer: „Im ersten Drittel haben wir nicht so angefangen, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben nicht unser Spiel durchgezogen, sondern uns eher auf das Spiel des Gegners konzentriert. Ab dem zweiten Drittel konnten wir unser System besser umsetzen und konnten den Rückstand aufholen. Das ist gegen Bietigheim gut. Schade, dass es nicht zwei Punkte geworden sind.“

Toni Söderholm: „Bietigheim war im ersten Drittel die bessere Mannschaft und wir waren ab dem zweiten Drittel besser im Spiel. Der Punkt ist verdient und wir sind zufrieden. Mattias ist extrem stark zurückgekommen und ich muss die Physios und unsere Teamärzte loben, die haben eine super Arbeit gemacht. Vor seiner Leistung kann ich nur den Hut ziehen, Mattias hat nur fünfmal mit der Mannschaft trainieren können.“

Tim Regan: „Wir haben nie aufgegeben. Das war ein richtiges Statement gegen eine Topmannschaft der Liga. Wir freuen uns jetzt auf das Derby am Sonntag, erwarten eine große Kulisse und werden alles geben, dass unsere Fans auf der Rückfahrt den zweiten Derbysieg in dieser Saison feiern können.“