Strategie und Kampf entschieden das Spiel

- Trotz Minikader 4:3 Heimsieg -

Das war der SC Riessersee wie ihn seine Anhänger kennen. Der SCR ist nur mit acht Stürmen angetreten und hat das letzte Drittel nur mit sieben Offensivkräften zu Ende gespielt. Trotzdem haben die Garmischer dem Gegner mit Einsatz, Kampf und Leidenschaft alles entgegengebracht, was man im Werdenfelser Land kennt. So kam ein hochverdienter 4:3 Sieg gegen eine komplett angetretene Mannschaft aus Bad Nauheim zustande. Die Hiobsbotschaften reißen leider nicht ab. Zuerst der Ausfall von Tim Richter, der den Weiß-Blauen drei Monate fehlen wird (Schulterverletzung) dann vor dem Spiel die Meldung, dass Goldhelm Mattias Beck nicht einsatzfähig war. Was dem Schweden fehlt, wird erst im Laufe des Montags entschieden sein.


Der SC Riessersee zeigte trotzdem eine engagierte Leistung und bewies den Fans, was alles möglich ist, auch wenn der Kader dezimiert ist. Im ersten Drittel war der SCR eiskalt und effektiv. Vally Gschmeißner und Louke Oakley brachten die Hausherren mit 2:0 in Führung. Zwar gelang den Gästen der Anschlusstreffer und im Mittelabschnitt der Ausgleich, doch die Garmisch-Partenkirchner blieben immer ihrer Linie treu. Defensiv konsequent und leidenschaftlich, offensiv immer gefährlich, das war der SC Riessersee am heutigen Abend. Im Mittelabschnitt kam Hektik auf, doch keiner verlor die Nerven auf dem Eis. Im Schlussabschnitt war die Begegnung kaum an Dramatik zu überbieten. Nur noch mit sieben Stürmern bestimmte der SC Riessersee weiter das Spiel und wurde auch belohnt, Eine Traumkombination mit Louke Oakley schloss Andreas Driendl, mit einem Schuss in den Winkel erfolgreich ab. Danach gab es kein Halten mehr. Die Mannen von Tim Regan agierten clever und waren dem 5:3 näher als die Mannschaft aus Bad Nauheim dem Ausgleich. Trainer Tim Regan zeigte sich nach der Schlusssirene nur stolz auf seine Mannschaft und zog symbolisch den Hut vor dem Team. Nun müssen alle Kräfte gebündelt werden, damit auch die letzte Begegnung vor der Pause in Crimmitschau erfolgreich gestaltet werden kann.

Tore: 1:0 Valentin Gschmeißner (12:05), 2:0 Louke Oakley (16:54), 2:1 Dusan Frosch (17:13), 2:2 Juuso Rajala (31:34/PP1), 3:2 Valentin Gschmeißner (32:59), 3:3 Nick Dineen (37:10/PP1), 4:3 Andreas Driendl (48:15)